In 3 Schritten raus aus der Pechsträhne

In 3 Schritten raus aus der Pechsträhne

Kennst Du diese Phasen im Leben, in denen einfach nichts zu laufen scheint?

In denen ein Rückschlag und eine Enttäuschung die nächste jagt?

Wo Du nur noch da sitzt und hoffst, dass es möglichst schnell vorbei geht?

In unserem Blogbeitrag #12 erfährst Du, wie Du überhaupt da reingekommen bist und wie Du in 3 Schritten wieder heraus kommst:

Am Anfang stehen meistens ein oder mehrere Rückschläge oder Enttäuschungen, vielleicht eine Trennung, ein Jobverlust, der Tod einer geliebten Person, ein Freund der Dich enttäuscht hat oder auch mehrere kleinere Dinge.
Fakt ist: Du hast erstmal – verständlicherweise – schlechte Laune.

Diese schlechte Laune wirkt sich dann auf Dein Denken und Dein Handeln aus. Du fängst an zu grübeln, fragst Dich, wieso all das passiert ist, wieso es immer Dir passiert und was gewesen wäre, wenn Du anders gehandelt hättest.

Irgendwann merkst Du, dass Du so nicht weiterkommst und Deine Laune sich noch verschlimmert, also fängst Du an, Dich abzulenken und Dir vielleicht „etwas Gutes zu tun“.

Du tröstest dich mit Schokolade, schaust Deine Lieblingsserie, gehst feiern, … und manchmal funktioniert es sogar und Du hast wirklich kurz bessere Laune.

Trotzdem kannst Du Dich nicht so richtig freuen. Und weil Du Dich nicht so richtig freuen kannst, bist Du jetzt selbst von Deiner schlechten Laune genervt.
Der Zirkel fängt wieder von vorne an. Du lenkst dich wieder ab, tust Dir etwas „Gutes“ …

Mittelfristig machen sich Feiern und Schokolade bemerkbar (z.B. auf der Waage), was auch nicht gerade zu Deiner Zufriedenheit beiträgt. Außerdem machst Du in deinem Job und Deinen Freundschaften nur noch das Nötigste. Die nächsten Rückschläge und Konflikte sind dadurch vorprogrammiert.

Spätestens jetzt ändert sich auch Dein innerer Dialog. Er wird abwertend. Es geht nicht mehr um einzelne Enttäuschungen, sondern um Dich, um die Frage, was mit DIR verkehrt ist.

Warum Du nicht gut genug bist.
Warum Du nichts auf die Reihe kriegst.
Warum Du einfach keine Lust mehr hast.

Du fängst an, Dich selbst in Frage zu stellen. Bei all dem Negativen und Frustrierenden, das Du täglich siehst und dem Pech, das du magisch anzuziehen scheinst, muss ja auch irgendwas mit Dir nicht stimmen, nicht wahr?

Tief im Inneren weißt Du, dass es spätestens jetzt Zeit wäre, etwas zu ändern. Aber Du schaffst es nicht. Außerdem weißt Du auch gar nicht, was Du tun solltest und selbst wenn – würde es ja doch wieder fehlschlagen.

Kennst Du das?
Was ist mit Dir passiert?

Erinnerst Du Dich, womit Du nach dem Rückschlag angefangen hast?

Du hast angefangen zu grübeln und Dich zu fragen, was gewesen wäre wenn oder wieso das alles passiert ist …

Du hast Dir selbst also Fragen gestellt.

Das Faszinierende an unserem Gehirn ist: Es kann Fragen nicht widerstehen. Es MUSS sie einfach beantworten (mehr dazu in unserem Blogbeitrag zum Thema Fragen)

Deinem Gehirn Fragen stellen ist gut! Fragen können Deine Gedanken bewusst lenken. Allerdings waren es die falschen Fragen, mit denen Du Dich beschäftigt hast. Denn:

Mit Deinen Fragen hast du Deinem inneren Navi, Deinem Unterbewusstsein eine Aufgabe gegeben:

Finde heraus, was gewesen wäre, wenn.
Finde heraus, wieso mir das passiert ist.
Und: Finde heraus, was mit mir nicht stimmt und was ich falsch gemacht habe.

Dein Unterbewusstsein war einverstanden. Es hat Dir eine Menge Dinge geliefert, die Du falsch gemacht hast und die mit Dir nicht stimmen.

Es hat Dir die richtigen Antworten gegeben – aber eben auf die falschen Fragen. Denn:

Auch wenn Du den Fehler herausfindest – Du weißt immer noch nicht, was richtig gewesen wäre. Du wirst es auch nie mit Sicherheit herausfinden. Und selbst wenn: Es würde nichts mehr ändern.

Weil Dir die Antworten, die Du bekommen hast, nicht gefallen haben (Wem gefallen denn schon die eigenen Fehler?), hast Du angefangen Dich abzulenken. Dummerweise haben die meisten Ablenkungen die Angewohnheit, destruktiv zu sein und zu unerwünschten Nebenwirkungen wie dem Kater, überflüssigen Pfunden oder einer Raucherlunge zu führen.

Das Ablenken hat also mittelfristig alles noch verschlimmert und Dir noch mehr Negatives gegeben, auf das Du Dich konzentrieren konntest.
Und weil Du Dich immer mehr auf das Negative konzentriert hast, hast Du noch mehr davon bekommen. Erkennst Du das Prinzip?
Es ist ein Teufelskreis.

Aber: wie kommst Du da wieder raus?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Genau so, wie Du reingekommen bist.
Stell Dir zunächst neue Fragen und gib Deinem Unterbewusstsein so einen neuen Auftrag. Es gibt Studien die nahelegen, dass bei einer Depression ein attraktives Ziel in der Zukunft deutlich mehr hilft als die Aufarbeitung der Vergangenheit. Auch wenn Du hoffentlich keine Depression hast:

Schritt Nr. 1:

Nimm dir eine halbe Stunde ungestörte Zeit und beantworte SCHRIFTLICH und NACHEINANDER die folgenden Fragen:

1. Was will ich? (vom Leben, von meinem Job, von meinem Partner, meinen Freunden, meinem Körper …)

2. Wie bekomme ich, was ich will?

3. Was werde ich TUN?

Je ausführlicher Du diese Fragen beantwortest, je leuchtender und kräftiger Dein „neues“ Leben vor Dir steht und je genauer Du weißt, was Du tun kannst, desto besser.
Lege Dir diese Aufzeichnungen an einen Ort, an dem Du sie mehrmals täglich siehst (z.B. deinen Nachttisch?). Damit programmierst Du Dein inneres Navi neu. Du gibst neue Ziele ein. Und vermutlich hat sich Deine Laune auch schon etwas gehoben.
Es gibt wenige Dinge die so motivieren und glücklich machen, wie auf dem richtigen Weg zu sein!

Dazu musst Du jetzt aber noch losfahren:

Vorher hattest Du angefangen, Dich abzulenken – also Dein Verhalten zu ändern.
Genau das machst Du jetzt auch:

Du tust jeden Tag drei kleine Dinge, die Dir WIRKLICH gut tun. Du arbeitest ganz einfach für das, was Du willst. Und: Du erkennst Dich täglich dafür an.

Warum Du das tust? Weil Du Deine Selbstwirksamkeitserwartung damit stärkst. Du beweist dir immer wieder selbst, dass Du Dein Leben in der Hand hast. Dass Du etwas ändern kannst. Und eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung ist ein sehr guter Nährboden für Glück.

Schritt Nr. 2:

Schreibe Dir jeden Morgen die drei Kleinigkeiten, die Du heute machen willst, auf, erledige sie tagsüber und mach‘ abends einen fetten Haken dran.
Nimm Dir hier nichts zu Großes vor, damit erhöhst Du nur die Wahrscheinlichkeit, dass es doch nicht klappt. So ziemlich jedes Unterfangen lässt sich in kleine, in einigen Minuten zu erledigende Aufgaben unterteilen.

Spätestens nach einer Woche (durchziehen vorausgesetzt), wirst Du merken, dass es Dir deutlich besser geht. Versprochen.

Dann bist Du bereit für:

Schritt Nr. 3:

Erinnerst Du Dich noch, dass Du Dich am Ende auf alles Negative konzentriert hast? Das drehst Du jetzt um. Du konzentrierst dich ab jetzt auf das Positive.
Mag sich etwas abgedroschen anhören, ist aber eigentlich ganz einfach:

Du führst ein Dankbarkeitstagebuch.
Jeden Abend schreibst Du (nachdem Du Deine drei Handlungen abgehakt hast) fünf Dinge auf, für die Du dankbar bist. Das können eher allgemeine Dinge (wie das Essen, die Wohnung, das Auto, die Familie, der Partner, …) oder auch Erlebnisse des Tages (ein gutes Gespräch, ein Erfolg im Job, das schöne Wetter, …) sein.
Hauptsache, Du hast dich zumindest kurz darüber gefreut.

Beim ersten Mal es Dir vielleicht schwerfallen, Dich an fünf Dinge zu erinnern. Umso besser! Am nächsten Tag wirst Du unterbewusst nach genau diesen Dingen suchen. Genauso wie am Tag danach. Und am Tag danach.

Ziemlich zügig bist du es einfach gewohnt, das Gute zu sehen.
Diese Angewohnheit ist besonders schade für den nächsten Rückschlag: Der wird dich zwar immer noch ärgern, aber nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen.

Wir hoffen, wir konnten Dir ein wenig weiterhelfen und wünschen Dir von ganzem Herzen viel Erfolg!

 

Außerdem passend zum Thema, unser eBook zum Download: