It’s what you do in the dark, that puts you in the light.
Standest Du schon einmal im Mittelpunkt? Von allen bewundert, bejubelt, gefeiert?
Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis, ist es also okay, danach zu streben?
In unserem Blogbeitrag #13 geht es darum, wie Du Andere und Dich selbst auf der Suche nach Anerkennung betrügst – und wie Du wahre Größe erlangen kannst.
Anerkennung kann sich in mehreren Formen manifestieren. Die einfachste und am leichtesten messbare Form von Anerkennung nennt sich: „Likes“.
Für gut gefallende Beiträge in den sozialen Medien drücken wir auf „Gefällt mir“, um unsere Anerkennung auszudrücken.
Also posten wir was das Zeug hält, frei nach dem Motto „Fake it until you make it“ schießen wir Fotos aus möglichst ansprechenden Perspektiven, bearbeiten sie mit Filtern und versuchen alles, um möglichst „perfekt“ zu wirken.
Der Clou dabei ist aber: Nicht Du bekommst Anerkennung, sondern Dein Beitrag.
Und genau hier fängt das Problem an: Es geht nicht mehr darum, wie schwer Dein Studium war, das Du endlich abgeschlossen hast, wie oft Du für Deinen tollen Körper trainiert hast oder wie oft Du Dich gestritten hast, bis Du endlich mit Deinem Partner vor dem Altar stehst.
Es geht darum, wie gut Du es PRÄSENTIERST. Die wahre Leistung verschwindet unter der Verkleidung die Du ihr nach außen hin gibst.
Am Ende des Tages bekommt Dein Beitrag vielleicht seine Likes – aber tief im Inneren weißt Du immer noch, dass du „betrogen“ hast.
Tief im Inneren weißt Du, dass du eigentlich nur eines bist: Ein Blender.
Jetzt sagst Du innerlich bestimmt: Ja online macht das ja sowieso jeder und wenn man mich in im „wahren“ Leben trifft bin ich immer ehrlich. Ist das so?
Unserer Erfahrung nach machen wir Offline genauz das Gleiche:
Hast Du schon einmal von Deinen Zukunftsplänen berichtet? Von Deinen Visionen? Von all dem, was Du noch tun wirst? Wie toll Dein Leben in der Zukunft sein wird?
Mal ehrlich: Wer heimst dafür nicht gerne Anerkennung ein?
Aber: Du bekommst schon wieder Anerkennung nicht für Deine Leistung, sondern wieder nur für Deine Präsentation.
Und genau das führt dazu, dass wir uns zu einer Generation von Blendern entwickeln.
Zu einer Generation, in der es wichtiger ist, sich gut zu präsentieren als gut zu handeln.
Zu einer Generation, in der der lauteste gewinnt.
Zu einer Generation, in der ein Dschungelkönig das Vielfache eines Olympiasiegers verdient.
Es ist leicht, etwas zu leisten, wenn jemand zusieht.
Aber wahre Größe entsteht dann, wenn niemand zusieht.
Wahre Größe entsteht im Dunkeln.
Wahre Größe entsteht in den Momenten, in denen Du nachts verzweifelt am Schreibtisch sitzt.
Wahre Größe entsteht, wenn Du alleine im Fitnessstudio an Deine Grenzen gehst.
Wahre Größe entsteht im Keller, in dem Du Deinen Vortrag wieder und wieder durchsprichst.
Wahre Größe entsteht im Supermarkt, wenn Du die Schokolade schon wieder liegen lässt.
Wahre Größe entsteht, wenn Du Deinem Partner seine Fehler vergibst.
Wahre Größe entsteht in den Momenten, in denen Du zweifelst und kurz vor dem Aufgeben bist.
Wahre Größe entsteht in Dir.
Diese Momente sind nicht schön.
Diese Momente findest Du nicht in Facebook, Snapchat oder Instagram.
Aber es sind diese Momente, die Dich formen, die Dich weiterbringen.
Und es sind diese Momente, die Dir zu wahrer Anerkennung verhelfen.
Nicht zu der Anerkennung anderer, die brauchst Du gar nicht mehr.
Wenn Du Diese Momente durchgestanden hast, ist Dir Deine eigene Anerkennung mehr als genug.
Wahre Größe zeigt sich in den kleinen Dingen.
Oder wie es Michael Phelps sagt:
It’s what you do in the dark,
that put’s you in the light.
Dein Praxistipp:
Warte nicht auf das Publikum. Leiste heute alleine etwas – erzähle niemandem davon.